Wie Kampfkunst das Gehirn beeinflusst

Das Erlernen einer Kampfkunst hat nicht nur positive Effekte auf die Fitness und das Selbstvertrauen des Trainierenden. Durch das kontinuierlich wiederholende Einüben und sogar bloßes Beobachten von Bewegungsabläufen wird das Gehirn fit gehalten, indem es, angeregt von neuem Input, bis ins hohe Alter neue Zellen und Synapsen bildet.

Ein fittes Gehirn durch aktives Fördern

Je mehr unser Gehirn gefördert und beschäftigt wird, desto fitter wird es. Diesen Effekt kann man mit dem Wachsen eines Muskels beim Bodybuilding vergleichen. Der Hippocampus spielt beim Erlernen neuer Fähigkeiten eine zentrale Rolle. Durch regelmäßiges Training gelangt durch unser Herz-Kreislauf-System permanent sauerstoffreiches Blut in unser Gehirn. Und durch die Anwendung neuer Techniken, wie sie in Kyūsho Jitsu gelehrt werden, ist das Gehirn im Stande

neue Informationen aufzunehmen, neue Verbindungen zu bilden und alte, nicht mehr benötigte Verbindungen und Informationen abzubauen. Der Input von neuem Wissen über Bein- und Fußtechniken sowie deren aktive Anwendung sorgen letztendlich dafür, dass das Gehirn gereinigt und aufgefrischt wird. Dafür sind nach dem Training immer Auszeiten und Entspannung notwendig, in denen das neu erlernte Wissen verarbeitet werden kann. Dies hat zur Folge, dass sich die Konzentration, Merkfähigkeit und Kreativität des Trainierenden verbessern. 09027 scitech1 braakbrains - Wie Kampfkunst das Gehirn beeinflusst

Es spielt keine Rolle, ob Kinder, Senioren oder von einer Krankheit betroffene Personen ihr Gehirn durch das Praktizieren einer Kampfkunst fit halten wollen. Jeder hat die Möglichkeit, die Bewegungsabläufe in seinem ganz persönlichen Tempo und bis zu seiner individuellen Belastbarkeitsgrenze individuell einzustellen und zu trainieren. Die eigene Interpretation der Bewegungsabläufe und deren Speicherung im Gehirn spielen dabei eine wesentlich größere Rolle als die Ästhetik beim Beobachten dieser. Letztendlich geht es darum, eine Balance zwischen Gehirn und Körper herzustellen, wie es auch das Ziel bei jeder Meditationspraxis ist. Idealerweise ist ein „klarer Kopf“, befreit von allen überflüssigen und störenden Gedanken, das erwünschte Resultat eines intensiven Trainings.

Essenziell ist jedoch die Wahl eines qualifizierten Lehrers in einer renommierten Schule. Eine Kampfkunst wird am besten in einer Gruppe gelernt, da ein falsches Anwenden der schwierigen Trainingstechniken im Selbstversuch zu schweren Verletzungen führen kann.